Eine von 86 freiwilligen Feuerwehren Hamburgs

FAQ

1. Wo liegt der Unterschied zwischen Freiwilliger – und Berufsfeuerwehr?

In der Bundesrepublik Deutschland ist vom Gesetzgeber festgelegt, dass Städte und Gemeinden mit mehr als 100.000 Einwohnern eine Feuerwehr mit hauptamtlichen Kräften betreiben müssen. Die Größe der Berufsfeuerwehr richtet sich nach der Anzahl der Einwohner, der jeweiligen Stadt. Die Berufsfeuerwehr besteht aus hauptamtlichen Mitarbeitern, die im Schichtdienst eine Feuer- und Rettungswache ständig besetzen, auf Einsätze warten und allgemeine Aufgaben im Rahmen des Wachbetriebes ausüben ( z.B. Aus- & Weiterbildung). Eine Freiwillige Feuerwehr hat in der Regel nicht besetzte Feuerwehrgeätehäuser. Nach Eingang eines Notrufes werden sie von der Rettungsleitstelle Hamburg alarmiert und fahren dann zum Feuerwehrgerätehaus um die Fahrzeuge zu besetzen.

2. Für welches Einsatzgebiet ist die Freiwillige Feuerwehr Niendorf zuständig?

Die FF Niendorf ist in der ersten Alarmierungsfolge und rückt zu jeder Schadensart (der Ausrückeordnung entsprechend) in ihrem eigenen Revier (nach Bedarf auch darüberhinaus) mit der Berufsfeuerwehr, teilweise jedoch auch alleine aus.

3. Gibt es bestimmte Voraussetzungen um in der Freiwilligen Feuerwehr Mitglied zu werden?

Mitmachen kann jeder ab 17 Jahren, der körperlich fit ist und in Niendorf wohnt.

4. Gibt es einen Aufnahmetest / Aufnahmeprüfung?

Es gibt keine Aufnahmeprüfung. Man kommt fünfmal zu den Ausbildungsabenden und anschließend entscheidet die Wehr per Abstimmung ob sie den künftigen Kameraden aufnehmen wollen. Sollte sie sich für die Aufnahme entschieden haben, muss ein polizeiliches Führungszeugnis vorlegelegt werden. Ein ärztlicher Check, der die Feuerwehrtauglichkeit bestätigt ist erforderlich. Die Kosten dafür trägt die Stadt Hamburg.

5. Wann hat ein Mitglied der Freiwilligen Feuerwehr Bereitschaft / Dienst?

Die Kameraden einer Freiwilligen Feuerwehr haben 365 Tage im Jahr, 7 Tage die Woche und 24 Stunden am Tag Bereitschaft. Sobald es einen Alarm gibt sind die Kameraden verpflichtet diesen wahr zunehmen. Gründe nicht an einem Einsatz teilzunehmen sind: Abwesenheit vom Einsatzgebiet, Urlaub oder Krankheit etc.
Einen so genannten Dienst wie bei der Berufsfeuerwehr gibt es nicht. Die Kameraden treffen sich alle 14 Tage zu Ausbildungsabenden an denen sowohl Theorie als auch Praxis vermittelt werden.

6. Bin ich auf Einsätzen / Ausbildungsabenden versichert?

Ja, jeder Feuerwehrangehörige ist über die Feuer und Unfallkasse Nord versichert. Egal ob bei Einsätzen, Ausbildungsabenden oder der Fahrten zu einem der beiden Dinge.

7. Wie werden die Kameraden über einen Einsatz informiert?

Alle Einsatzkräfte der Freiwilligen Feuerwehr sind mit Digitalen Melde Empfängern (DME) ausgestattet. Das sind kleine Geräte die von der Rettungsleitstelle Hamburg ausgelöst werden und dann ein akustisches und/ oder ein vibrations- Signal von sich geben. Zusätzlich steht dort der Einsatzort, die Schadenart sowie eine kurze Schilderung der Lage drauf. Genaueres unter Alarmierung.

8. In welcher Zeit rückt die Feuerwehr aus?

Das erste Fahrzeug rückt spätestens nach fünf Minuten (meist sind wir schneller!), nach der Alarmierung aus. Das zweite Fahrzeug nach acht bis zehn Minuten. In diesem Zeitraum sollte man sich beim Feuerwehrgerätehaus im Falle eines Alarmes einfinden. Allerdings ist die StvO im Einsatzfall auf dem Weg zum Feuerwehrgerätehaus für Feuerwehrangehörige einzuhalten. Man besitzt keinerlei Sonderrechte/Wegerechte und darf somit nicht schneller fahren als erlaubt.

9. Muss man alle Lehrgänge der Feuerwehr besuchen?

Nein, man muss nicht jeden Lehrgang den es bei der Feuerwehr gibt besuchen. Allerdings muss man die Grundausbildung in jedem Fall absolvieren. Die Grundausbildung setzt sich wie folgt zusammen: Grundausbildung „Frühjahr“ dauert ca. 3,5 Monate, Grundausbildung „Herbst“ mit Ausbildungsabschluss Truppmann dauert ca. 3 Monate. Anschließend können weitere Lehrgänge besucht werden, wie z.B. Atemschutzgeräteträger, Sanitäter der Freiwilligen Feuerwehr, Maschinist u.v.m. .

10. Wann beginnt die Grundausbildung und wie ist diese Aufgebaut?

Der Grundausbildungsteil „Frühjahr“ beginnt meistens im Februar und geht bis mitte Mai. Der zweite Teil „Herbst“ beginnt im September, geht bis November und endet dort mit der Truppmannprüfung an der Feuerwehr Akademie Hamburg (FeuAk). Die Ausbildung findet Dienstag abends und Samstags vormittags. In dem ersten Teil der Grundausbildung werden den Feuerwehrmann–Anwärtern Grundlagen des Aufgabenfeldes der Feuerwehr in Theorie und Praxis vermittelt. Das Ganze teilt sich in Brandschutz, Technischer Hilfe und Erster Hilfe auf.
Diese Ausbildung wird auf Bereichsebene durchgeführt, also für die Freiwillige Feuerwehr Niendorf im Bereich Eimsbüttel. Somit kommen alle Feuerwehrmann-Anwärter aus Eimsbüttel zusammen zu diesen Ausbildungsveranstaltungen.
Zwischen den Grundausbildungsteilen findet die Ausbildung in der Wehr statt, bei dem die angehenden Feuerwehrmänner/frauen ihre erlernten Fähigkeiten weiter üben und ausbauen können.
Im Herbstteil der Grundausbildung (zweiter Teil) findet wie im ersten Teil schon – eine Ausbildung in den drei Bereichen, Bandschutz, Technische Hilfe und Erste Hilfe statt. Allerdings wird hier mehr praktisch geübt um die Anwärter auf die Truppmannprüfung an der Feuerwehrakademie Hamburg vorzubereiten.

11. Ab wann kann ich an Einsätzen teilnehmen?

Sobald der ärztliche Check erfolgreich abgeschlossen wurde und man als „tauglich“ eigestuft, eingekleidet ist und seinen Digitalen Melde Empfänger (DME) erhalten hat darf man an Einsätzen teilnehmen.

12. Muss ich meine Ausrüstung selber bezahlen?

Nein, die notwendige persönliche Schutzausrüstung (PSA), die sich aus einem NOMEX Einsatzanzug, Sicherheitsstiefel, Handschuhe und Helm zusammen setzt, der Einsatzuniform, die für die allgemeinen Ausbildungsabenden ist wird gestellt. Auch eine Ausgeh-Uniform erhält man kostenlos von der Feuerwehr Hamburg.

13. Wer bezahlt den Arbeitsausfall bei Einsätzen in der Arbeitszeit?

Für Einsätze während der Arbeitszeit erhält der Arbeitgeber einen Verdienstausfall, der von der Stadt Hamburg gezahlt wird.

14. Bekommt man für die Arbeit bei der Freiwilligen Feuerwehr Geld?

Wie der Name schon sagt handelt es sich um eine Freiwillige Feuerwehr, d.h. das die Kameraden ihre Arbeit ehrenamtlich verrichten.

15. Gibt es einen Mitgliedsbeitrag in der Freiwilligen Feuerwehr?

Es gibt keinen Mitgliedsbeitrag in einer Freiwilligen Feuerwehr.

16. Gibt es Frauen bei Feuerwehr?

Ja, gibt es allerdings sind es nicht viele (leider!). Frauen haben dieselben Aufgaben in der Feuerwehr wie die männlichen Kameraden.

17. Warum gibt es so viele verschiedene Feuerwehrfahrzeuge?

Früher war die Feuerwehr hauptsächlich mit dem löschen von Bränden beschäftigt. Doch im laufe der Zeit haben sich die Aufgaben der Feuerwehr stark verändert. Es werden viele verschiedene Geräte und Materialien, je nach Einsatzart benötigt. Diese können unmöglich alle auf einem Fahrzeug verlastet sein, somit gibt es sogenannte Sonderfahrzeuge ( z.B. Rüstwagen für Technische Hilfeleistung oder DEKON für Dekontamination von Personen u.v.m.).

18. Worin besteht der Unterschied zwischen einem aktiven und einem förder Mitglied?

Als aktives Mitglied der Freiwilligen Feuerwehr gehört man zur Einsatzabteilung und nimmt somit aktiv an Einsätzen teil. Als förderndes Mitglied können Sie in unserem Förderverein, die Freiwillige Feuerwehr Niendorf bei Ihrer Arbeit unterstützen.

19. Wann weiß ich ob die Feuerwehr etwas für mich ist?

Man sollte vor allem den Wunsch verspüren anderen helfen zu wollen und sich nicht zu schade zu sein, seine Freizeit für das Leben anderer zu opfern. Außerdem sollte die Bereitschaft vorhanden sein, vor allem Nachts, an Einsätzen teilzunehmen.

20. Interesse geweckt? Fragen offen?

Dann kontaktier uns gerne! Gerne auf einer unserer Veranstaltungen oder auch über das Kontaktformular.