Eine von 86 freiwilligen Feuerwehren Hamburgs

Bericht über den Sturm Niklas

Bericht über den Sturm Niklas

Am 31. März 15 hatte sich der nächste Sturm namens „Niklas“ angekündigt. Nicht nur die Rettungsleitstelle der Feuerwehr Hamburg bereitete sich vor, sondern auch wir. Die Fahrzeuge, samt Gerätschaften wurden noch einmal geprüft und Verpflegung wurde eingepackt. Ab 15 Uhr stellten wir unsere Einsatzbereitschaft sicher. Der Wind nahm immer mehr zu und so kam es knapp eine Stunde später zu unserem ersten Einsatz. Ein Teil der Mannschaft hatte sich schon am Feuerwehrhaus versammelt, somit mussten wir nur noch auf zwei Kameraden warten. Alle da? Ja! Blaulicht an und auf ging es, ins Niendorfer Gehege, dort sollte ein großer Ast auf der Straße liegen und diese blockieren. Schon auf der Anfahrt mussten wir uns durch den immer dichter werdenden Verkehr kämpfen. Im Gehege angekommen, lag der Baum bereits auf der Straße, wir haben ihn zersägt und von der Straße geräumt. Eine Oberleitung für die öffentliche Beleuchtung wurde durch den umgestürzten Baum durchtrennt, somit verständigten wir Vattenfall und konnten dann zusammen packen. Mittleiweile waren auch andere Kameraden zu uns gestoßen, schnell war auch das zweite Fahrzeug vollständig besetzt. Die Fahrzeuge konnten nun also auch unabhängig von einander eingesetzt werden, noch auf der Rückfahrt erreichte uns der nächste Einsatz.

Diesmal ging es zum Tibarg, Dachziegel drohten zu fallen bzw. waren schon von einem Dach gefallen. Am Tibarg angekommen hatte die Polizei schon weiträumig den Gefahrenbereich abgesperrt. Auf grund des starken Windes war es uns nicht möglich über unsere Leiter auf das Dach zu gelangen. Da es erforderlich war, das Dach auf weitere lose sitzende Dachziegel zu untersuchen, benötigten wir eine Drehleiter. Dies gestaltete sich durch die vielen Einsätze in ganz Hamburg allerdings schwierig, wir blieben also noch eine Zeit lang an der Einsatzstelle. Niendorf 2 hatte bereits drei weitere auflaufende Einsätze alleine abgearbeitet. Nach einer guten Stunde übergaben wir die Einsatzstelle auf dem Tibarg an die Polizei. Niendorf 1 war also frei für weitere Einsätze.  Beide Fahrzeuge wurden quer durch Niendorf geschickt. Es wurden von 16 bis 23 Uhr durchgehend Einsätze abgearbeitet die alle im Niendorfer Einsatzgebiet waren. Ob es umgestürzte Bäume oder herabgefallene Dachziegel waren, insgesamt haben die digitalen Meldeempfänger der Freiwilligen Feuerwehr Niendorf 18 Mal gepiept und jeder Einsatz wurde zuverlässig abgearbeitet. Zusammen sind die beiden Fahrzeuge rund 100 Kilometer gefahren. Zurück an der Wache wurde nur noch die Einsatzbereitschaft der Geräte wiederhergestellt und dann hieß es nur noch: ins Bett, VOR!

Video zum Einsatz im Niendorfer Gehege